Grundlagen


Wie bei den meisten Protokollen auch, kann der Modbus über verschiedene Schnittstellen
und Kabelverbindungen „sprechen“.

Eine verbreitete Schnittstelle ist die Serielle RS232.
Sie ist auf den meisten Controllern bereits vorhanden, hat aber den großen Nachteil,
dass
sie nur über sehr kurze Distanzen (ca. 10m) mit einer angemessenen Geschwindigkeit
betrieben werden kann. Außerdem ist sie gegenüber Störeinstrahlung sehr sensibel.

Die bessere Wahl ist hier eindeutig die RS485 Schnittstelle.
Sie arbeitet auf einer Zweidrahtleitung mit einem Differenzpegel. Das bedeutet, dass sie
auf einer Ader ein positives Signal und auf der anderen Ader ein negatives Signal betreibt.

Die Daten werden über die Differenz dieser zwei Signale bestimmt.
Wenn jetzt durch eine Störquelle die Signalspannung angehoben wird, werden beide Pegel,
sowohl positiv als auch negativ, angehoben.
Die Differenz bleibt jedoch die gleiche und die Störstrahlung hat keinen Einfluss auf die Daten.
Die maximale Buslänge darf 1200m betragen.

Der dritte Weg ist über ein IP Netzwerk.
Der Vorteil ist, dass man eine eventuell vorhandene Kabelstruktur nutzen kann.
Wir sind jedoch der Meinung, dass aus Sicherheitsgründen eine Automationslösung nicht
in ein IP-Netzwerk integriert werden sollte.
Ein getrenntes IP-Netzwerk ist jedoch kostenintensiv und für die meisten Automationslösung überdimensioniert.

 

Außerdem teilt sich der Modbus noch in drei verschiedene Protokolle.

1. Modbus ASCII,
    er spielt jedoch keine große Rolle, da er einen ehr geringen Datendurchsatz hat.

2. Modbus RTU,
    er ist der weitverbreitetste und wird durch die meisten Geräte unterstüzt.

3. Modbus TCP,
    er wird ausschließlich in IP-Netzwerken eingesetzt.


Die logische Schlussfolgerung hieraus ergibt:

Modbus RTU über RS485 auf einer Zweidrahtleitung!